Kraftvoll durch das Jahr - was nährt uns wirklich ...?



Der März-Vollmond 2019


Der Winter ist vorüber. Es beginnt die Zeit der Aussaat. Das Grau und Weiß muss bald bunten Farben weichen.

Doch womit säen wir die neue Saat? Mit den Früchten und Samen der Vergangenheit. Mit den Samen, die aus der vorangegangenen Arbeit entstehen konnten.

Die Ruhe des Winters gab uns die Gelegenheit, Erkenntnisse aus der Ernte des Vorjahres zu ziehen und an den langen Winterabenden Pläne für unsere Zukunft zu machen. So vollendet sich ein Zyklus.

Nun steht der Frühling vor der Tür. Die neue Saat wird in den Boden gebracht. Das Neue wird gestartet. Doch zuvor gibt es einen Punkt, der das Alte abschließt einen Moment des Innehaltens.

Mit dem Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche in unseren Breiten entsteht ein Moment der exakten Ausgewogenheit, der exakt gleichen Länge von Tag und Nacht. Licht und Dunkelheit sind dann gleich lang, sind in Harmonie, sind in Balance.

Balance geht einher mit Behutsamkeit, Feingefühl und Zartheit. Ein tiefer Moment der Ruhe.

Danach startet das Leben, der Frühling, das Wachstum, das Umsetzen der Pläne und der angelegten Programme.


In alten Zeiten feierten viele Kulturen hier den Beginn des neuen Jahres. Das Jahr stand in Verbindung mit den Kosmische Kräften. Noch heute wird in Persien, dem heutigen Iran, am 22. März der Beginn des neuen Jahres gefeiert.


Nur wenigen ist bekannt, dass in Mitteldeutschland im Thüringer Becken eine steinzeitliche Kreisgrabenanlage gefunden wurde, die zirka 7000 Jahre alt ist. Die Kreisgrabenanlage von Goseck. Sie ist eine der frühesten archäologischen Belege für eine systematische Himmelsbeobachtung auf unserer Erde?

Noch spannender oder beeindruckender ist die Himmelsscheibe von Nebra. Sie wurde nicht weit entfernt von Goseck gefunden. Die Himmelsscheibe von Nebra ist in etwa 4000 Jahre alt. Sie ist ein miniaturisierter Kalender und funktioniert nur in Verbindung mit dem dort vorhandenen Mittelberg. Sie ist aus Bronze und Gold gefertigt. Die Himmelsscheibe zeigt die weltweit älteste bisher bekannte konkrete Darstellung des Kosmos und ist somit ein großartiges Zeugnis unserer Geschichte. Auf ihr sind Sonne, Mond und Sterne, eine Sonnenbarke und links ein Horizontbogen kunstvoll eingearbeitet. Der rechte Horizontbogen fehlt.

Schaut man vom Mittelberg in Thüringen hinüber zum Harz, so kann man am 21. Dezember (ein Kardinaltag – die Wintersonnenwende) die Sonne direkt über der Brockenspitze untergehen sehen. Das wird durch die äußere obere Spitze des linken Horizontbogens markiert.

Die Tagundnachtgleichen jeweils um den 21. März und 21. September markieren sich auf dieser Scheibe genau in der Mitte des Horizontbogens und die Sommersonnenwende am unteren Ende. Von der Mitte dieser Scheibe aus ist die Bogenlänge der Abbildung genau 82 Grad. Das entspricht genau den Sonnenuntergangspunkten vom Mittelberg aus betrachtet an diesen Tagen. Wurde die Himmelsscheibe auf die Brockenspitze entsprechend ausgerichtet, konnte sie als Kalender zur Verfolgung des Sonnenjahres genutzt werden.

Nur an den Tagundnachtgleichen geht die Sonne exakt im Osten auf und exakt im Westen unter.

Was wussten unsere Ahnen über die Wirkkräfte des Kosmos und deren sinnvolle Verwendung bei der Gestaltung ihres Lebens? Wir haben die Artefakte, doch wo ist dieses hohe Wissen geblieben?

Tief in uns können wir über bestimmte Möglichkeiten der Rückverbindung darauf zurückgreifen. Zuerst nur als Ahnung. Doch mit der Zeit werden diese Impulse größer und damit entstehen in uns sicher auch neue Fähigkeiten oder Ideen. Dafür kann man zum Beispiel bestimmte Zeit- oder Energieportale, wie den Vollmond oder die Kardinaltage, nutzen.

In diesem Jahr fällt die Tagundnachtgleiche mit dem Vollmond in der Waage zusammen. Der Vollmond in der Waage findet exakt um 2.44 Uhr statt und die Tagundnachtgleiche knapp vier Stunden davor.

Wir haben es hier also mit einer doppelten Waage-Situation zu tun. Das ist die Einladung, Balance in Ihr Leben zu bringen oder sie zu verstärken. Das richtige Verhältnis zwischen Vergangenheitsverbundenheit und Zukunftsstreben, aktiven und abwartenden Phasen, systematischem Planen und intuitivem Handeln.

Wir können Kraft sowohl aus der Vergangenheit selbst, als auch von unseren Ahnen und Vorfahren erhalten und so eine gute und schöne Zukunft für uns und unsere Lieben gestalten. Dadurch erweitert sich unser Handlungs- und Gestaltungsspektrum.




empty